BannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbild

034381/838-0

 

ESF-Förderprogramm

logo

 

 

Gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept (GiHK) 
für Nachhaltige Soziale Stadtentwicklung ESF - Förderung der Jahre 2014 bis 2020
 

1. Erreichung der Projektziele

 

Zielstellung des ESF-Projektes ist es, die im gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzept (GiHK) für das ESF-Gebiet Stadt Colditz aufgezeigten Ziele zu erreichen. In der Grobgliederung wurden die Handlungsfelder Bildung, soziale Integration und Beschäftigung, sowie Wirtschaft identifiziert.

 

  • Im Handlungsfeld Bildung war das Einzelvorhaben „Colditz verEINT“ mit unterschiedlichen Arbeitspaketen angesiedelt. Dieses Projekt wurde zur Verlängerung beantragt und als Folgevorhaben bis zum 30.06.2022 weiter- geführt.

 

  • Im Handlungsfeld Integration und Beschäftigung wurde vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2021 das Einzelvorhaben „Jobcoach“ durchgeführt und ebenfalls mit Erfolg abgeschlossen.

 

Abweichungen hatten sich zu Beginn im Hinblick auf die Zusammenstellung der Einzelvorhaben ergeben. Dabei wurden einzelne Arbeitspakete, vor allem im Projekt: „Colditz verEINT“ zusammengefasst, um Ressourcen zu bündeln und die Effizienz der eingesetzten Mittel zu steigern.

 

In Bezug auf die erreichten Teilnehmerzahlen in den Projekten „Colditz verEINT“ und „Jobcoach“ wurden die Zielstellungen übertroffen (37 TN geschlossene Angebote, 2.190 TN offene Angebote).

 

 

  • Im Handlungsfeld „begleitende Maßnahmen“ wurde ergänzend zur Administrativen Unterstützung ein Stadtteilmanager vom 01.06.2018 bis zum 31.12.2020 als koordinierende Stelle bei der Stadtverwaltung Colditz direkt vor Ort geschaffen. Der Stadtteilmanager war für interessierte Bürger erster Ansprechpartner, machte die ESF-Einzelvorhaben in der Stadt Colditz bekannt und trug zur Stärkung der Netzwerkaktivitäten in der Region bei.

 

Der Beauftragtenvertrag mit der Stadt Colditz für die Administrative Unterstützung läuft als letztes Einzelvorhaben zum 31.08.2022 aus.

 

 

2. Umsetzung der geplanten Arbeitsschritte und Methoden zur Erreichung der Projektziele

 

  • Die Stelle des Stadtteilmanagers diente unter anderem der Reduzierung des Verwaltungsaufwands zur Beantragung von Projektideen für potenzielle Projektträger. Das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. (BSW) ist ein Projektträger, der dadurch für die Umsetzung von Vorhaben gewonnen werden konnte.

 

  • Von April 2017 bis Juni 2020 wurde die ZAROF.GmbH (bereits in Kooperation mit Anja Wirl Fördermittelmanagement) beauftragt, die Projektträger bei der Beantragung, Umsetzung und Abrechnung ihrer Projekte zu beraten und die Stadtverwaltung bei der Abwicklung des Rahmenbescheides und bei den Aufgaben, die im Zusammenhang mit der Weiterleitung der Mittel an Dritte standen, zu unterstützen. Die ZAROF.GmbH wirkte schon zuvor bei der Erstellung des GIHK-Handlungskonzeptes mit.

 

Ab Juli 2020 wurden die Leistungen zur „Administrativen Unterstützung“ durch  Anja Wirl Fördermittelmanagement als Einzelunternehmen erbracht.

 

  • Die Module „Lückenfüller“ (geschlossenes Angebot), „Rotstifte“, „Jugendbeteiligungsgruppe Colditz“, „Jugendgremium BCC“, „Lesezirkel“ sowie der „Kultur- und Vereinsstammtisch“ aus dem Projekt „Colditz verEINT“ wurden entlang ihren jeweiligen zeitlichen und örtlichen Rahmenbedingungen entwickelt und an die förderrechtlichen Vorgaben angepasst. Der Zugang zu den Modulen geschah niedrigschwellig und wurde je nach Altersgruppe, insbesondere für Kinder und Jugendliche, vereinfacht kommuniziert und von ihnen gern angenommen.

 

Beispielsweise wurde ein sog. „Kinder- und Jugendbeteiligung“ geschaffen, welches sich rasant zu einem festen Bestandteil der sozialen Stadtentwicklung herausbildete. Im Rahmen des Moduls „Lesezirkel“ wurde erfolgreich mit Bibliotheksmitarbeiter/innen kooperiert.

 

  • Für die Umsetzung des Projektes „Jobcoach“ wurde eine offene Anlauf-/Servicestelle im Bürgercenter Colditz geschaffen. Das Projekt bot für Arbeitssuchende Orientierung und Unterstützung bei Stellenrecherchen und beim Anfertigen von Bewerbungen. Es fanden auch Gespräche mit dem kommunalen Jobcenter statt. Der Zugang zu den Angeboten wurde von der Zielgruppe zunächst vorsichtig angenommen. Erst nach umfangreichen aufklärenden Gesprächen gelang es, sie davon zu überzeugen, dass die Teilnahme sehr niedrigschwellig ist, d.h. freiwillig und ohne Verpflichtungen. Nach den ersten Terminen entstand oft ein Fundament für ein Vertrauensverhältnis, welches für die Arbeit mit den Klienten sehr wichtig war.

 

In der Corona-Zeit wurde aufgrund der geltenden Kontakteinschränkungen Beratungsangebote -soweit möglich- online abgewickelt. Darüber hinaus wurde vor Ort kurzerhand ein Corona-Helferteam gegründet, das als eine Art Auffangstation für Arbeitssuchende und Menschen in Kurzarbeit diente. Mit dieser Aktion konnte eine Vielzahl an Helfern aktiviert werden, die bereit waren, älteren Menschen bei Fahrdiensten, über Nachbarschaftshilfen oder ähnlichem unterstützend tätig zu sein. Somit war trotz der schwierigen Corona-Situation eine Aktivierung von Hilfen untereinander zu verzeichnen.

 

Der bewilligte Gesamtförderrahmen wird nahezu vollständig ausgeschöpft. Von den bewilligten Fördermitteln in Höhe von 472.178,86 € wurden zum Stichtag 31.08.2022 lediglich noch Restmittel in Höhe von rd. 230 € ermittelt.

 

 

3. Ergebnisse und Dokumentation

 

Alle beteiligten Akteure befanden sich in engem Austausch, um bei auftretenden Problemen und Abweichungen bei der Projektumsetzung schnell handeln zu können. Die Einhaltung von gesetzten Terminen und Anforderungen erfolgte durch den Stadtteilmanager bzw. durch die Administrative Unterstützung.

 

Die Dokumentation von Ergebnissen erfolgte im stadtinternen Dokumentenmanagementsystem (DMS).

 

Durch Werbemittel und Kennzeichnung der Projekt-Homepages wird bzw. wurde die Kommunikation mit der Öffentlichkeit sichergestellt.

 

Die Projektdokumentationen sollen nach Beendigung der Förderperiode im Ehrenamt weitergeführt und auf die Ortsteile ausgeweitet werden.

 

 

4. Beachtung von Grundsätzen und Querschnittsaufgaben

 

Die Stadtverwaltung Colditz ist sehr stark daran interessiert, die Nachhaltigkeit der Projekte sicherzustellen. Durch die Fokussierung auf positive Bildungseffekte wurde strategisch-konzeptionell von Anfang an das Ziel verfolgt, auf Dauer angelegte Veränderungen zu erreichen. Ziel ist es, dass ein Verein langfristig die Ziele der Projekte weiterverfolgt und dass die Teilnehmer „unbewusst“ durch die Fortentwicklung ihrer Fähigkeiten positive externe Effekte auf ihr soziales Umfeld ausüben.

 

Die Grundsätze Gleichstellung, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung wurden stets beachtet.

 

Bei der Umsetzung der Vorhaben wurden Ressourcen ökologisch und ökonomisch bewusst eingesetzt und damit die Umweltverträglichkeit und sparsame Mittelverwendung sichergestellt.

 

 

 

 

Durchgeführte Projekte

 

Das Projekt "Kennenlernen der polnischen Partnerstadt Lowicz"
 
 
Dokumentenübersicht

 

 

GIHK Endfassung

 

Gebietskarte Neuabgrenzung

 

Projekt Colditz verEINT

 

 

weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter:

 

http://www.bauen-wohnen.sachsen.de/

Kontakt

Stadt Colditz

Bürgerservice

Markt 1
04680 Colditz

Telefon: 034381/838-0

Fax: 034381/838-22